Service-Spezial – meine drei ganz persönlichen Lese-Empfehlungen

Als ich mich am Mittwoch auf den Weg nach Leipzig gemacht habe, da waren manche Kolleginnen und Kollegen richtig neidisch. Die lesen nämlich auch gerne und dachten: die Ulli fährt jetzt ins Schlaraffenland. Stimmt ja auch irgendwie. Zum Trost hab‘ ich dann gesagt: okay, ich bringe drei ganz persönliche Buchtipps mit.

Das ist mir hier vor Ort dann doch schwerer gefallen, als ich erst dachte. Das Angebot ist ja auch riesig und es gibt es so viele gute Bücher hier, Preis-gekrönte und ungekrönte, internationale und nationale. Aber irgendwie musste ich ja eine Auswahl treffen. Und da habe ich mich für die entschieden, die mich auf besondere Weise berührt haben.

Tipp Nummer Eins:

480 Seiten, 24 Euro,
ISBN: 978-3-257-07058-3

Die junge Dänin ist als Moderatorin und Choreographin in ihrer Heimat sehr bekannt und schickt sich gerade an, ihren Bestseller-Landsmännern auch international den Rang abzulaufen. Schon die Titel ihrer Romane sind ungewöhnlich. Der erste heißt „Krokodilwächter“, der neue, der hier gerade in Leipzig vorgestellt wurde, heißt „Blutmond“. Er spielt in der Modeszene, aber es geht um mehr als um ein Verbrechen in der vermeintlichen Glitzerwelt, es geht um Sorge und um Verlust und die Frage, wie gehen wir damit um.

Katrine Engberg – Die Neuentdeckung aus Dänemark

Katrine Engberg schreibt, wie sie ist: offen, warmherzig und sehr zugewandt.

Tipp Nummer Zwei:

240 Seiten, 16,90 Euro                  ISBN: 978-3-423-26216-3

Ausnahmsweise mal kein historischer Dresden-Krimi, sondern ein fast schon satirischer Familienroman, der an der Ostsee spielt. Der Malermeister liebt diese See, macht auch heute noch am liebsten Urlaub, kann dort einfach am besten entspannen – das könnte an seiner DDR-Vergangenheit liegen, vermutet er im SR 3-Interview. Dort an der Ostsee, direkt vor den Dünen hat der betagte Joseph ein Anwesen erworben und dorthin er seine Kinder nebst Anhang zum wohl letzten Familientreffen. Die Erwartungen sind hoch, die Anspannung allerdings auch. Und weil auch kleine Kinder dabei sind, die entweder Unfug anstellen oder reden, wie ihnen der Schnabel gewachsen ist, eskaliert das Ganze.

 

Frank Goldammer – Malermeister und inzwischen auch Meister des Wortes

Großes Sommertheater eben … Herrlich lebensnah be- und geschrieben, zum Weinen und zum Lachen – und das mit Möwengeschrei und Wellenrauschen im Hintergrund – das perfekte Buch für die Reise im Kopf.

Tipp Nummer Drei:

256 Seiten, 18 Euro
ISBN 978-3-426-27782-9

Kein Thriller diesmal vom Bestseller-Autor, sondern offiziell ein Sachbuch über so  simple wie grundlegende Fragen: Was zählt im Leben oder wie finde ich mein Glück? Auslöser dafür war die Frage seiner Frau, ob er denn schon ein Testament gemacht hätte und zwar just in dem Moment, als Fitzek dabei war, in ein Flugzeug zu steigen und es ist kein Geheimnis, dass er an Flugsorge leidet. in dem Fitzek, der an Flugsorge leidet. Und während er da oben durchgeschüttelt wurde, dachte er weniger über sein materielles Testament nach, sondern darüber, was er seinen drei Kindern unbedingt noch sagen, also mit auf den Weg geben wollte. Zum Beispiel, dass sie den Mut haben sollen, ihr eigenes Leben zu leben, sich nicht immer nach anderen zu richten, nur, um zu gefallen, Rücksicht zu nehmen und respektvoll zu handeln und doch ihren eigenen Weg zu gehen. Und wenn es sein muss, eben als Fische auf Bäume zu klettern.

Sebastian Fitzek – diesmal als Sachbuchautor

„Den Standpunkt im Leben zu definieren ist wirklich nicht so einfach“, sagt Fitzek und im SR 3-Interview gibt der dreifache Vater zu, dass das anstrengender war, als er gedacht hat, dass es ihn selbst aber auch noch mal weitergebracht hat. Herausgekommen ist ein sehr persönliches Buch, das ursprünglich mal für die Fitzek-Kinder gedacht war. Ich find’s prima, dass jetzt auch andere davon profitieren können.

 

 

Die Kommentarfunktion ist derzeit geschlossen.