So macht das Spaß – SaarländerInnen präsentieren sich diesmal anders

Was haben wir in diesem Jahr ein Glück – Sonne statt statt Schnee-Chaos, da ist es nur halb so schlimm

Ein Stück blauer Himmel über Leipzig

Da ist es auch nur halb so schlimm, dass viele Bahnen raus zum Messegelände gar nicht mehr die Türen aufmachen, weil sie eh schon gestoppte voll sind.

Es liegt bestimmt auch am Frühling, dass die Stimmung am Saarland-Gemeinschaftsstand in diesem Jahr so gut ist, aber nicht nur. Das Konzept ist ein bisschen anders, der Kultusminister kann in diesem Jahr öfter am Stand sein und geht dazwischen Klinkenputzen für die Kreativen aus dem Saarland.

Auch Ulrich Commercon nutzt die Messe zum Netzwerken                                                          Foto: Dieter Schmitt

Die Erweiterung um einen Verlag aus der Großregion macht diesen Stand zu etwas ganz Besonderem und das war am frühen Freitag Abend zur „Blauen Stunde“ auch zu spüren: der Andrang war groß und es gab viele gute Gespräche und zufriedene Gesichter.

Inzwischen schon Tradition: die „Blaue Stunde“

Aber auch das Konzept ist anders: man igelt sich nicht mehr so ein, sondern geht weg vom Stand, hin zum Publikum, das sich um die verschiedenen Lese-Inseln sammelt, die über alle Messehallen verteilt sind. Das ist zwar anstrengend  für die Füße, aber das lohnt sich, weil dort die sind, die sich wirklich für Lesungen interessieren und nicht die Laufkundschaft, die mal eben für 5 Minuten stehen bleibt und dann weiterzieht. Verleger und AutorInnen sind jedenfalls begeistert und wollen das im nächsten Jahr auf jeden Fall noch mal so machen.

Die Kapelle auf dem Leipziger Südfriedhof ist schon lange ein Kulturort

Und das wollen sie auch unbedingt wieder so machen: an ungewöhnliche Orte gehen, noch mehr präsent sein bei „Leipzig liest“. Etliche Abend-Veranstaltungen gab es hier schon mit saarländischer Beteiligung. Ich habe mich gestern für diese Buch-Präsentation entschieden.

Die neue Anthologie aus dem Conte Verlag

Die war in der alt-ehrwürdigen Kapelle auf dem Leipziger Südfriedhof, also jwd, wie die Berliner sagen, aber ich habe den weiten Weg keinen Augenblick bereut.

Ihr haben wir es zu verdanken, dass es diese Anthologie gibt

Tanja Karmann, die Fantastik-Autorin, die auch Mitarbeiterin des Conte Verlages ist, hat die Initiative ergriffen und „alte Hasen“ und „Frischlinge“ dazu gebracht, ihren Teil zu dieser genreübergreifenden Anthologie beizusteuern.

Der Saarländer Carsten Schmitt hatte doppelte Premiere in Leipzig

Und so kam es, dass der junge Saarländer Carsten Schmitt gestern Abend hier in Leipzig Doppel-Premiere hatte – zum ersten Mal auf der Buchmesse und dann gleich als Autor.

Und dass Markus Heitz, der Fanastik-Star aus dem Saarland, sich ebenfalls Zeit für diese Buch und für diese Präsentation nahm, obwohl er gerade quasi drei Projekte gleichzeitig am Laufen hat.

Auch Markus Heitz kam zur Präsentation auf den Leipziger Südfriedhof

Und sein Verlag in Messehalle 3 gerade überlebensgroß  für die zweite Staffel von Doors Werbung macht.

Heitz im Doppelpack oder „der doppelte Heitz“

Das sei doch Ehrensache, erklärt er im SR 3 – Interview: wenn ein Verlag aus dem Saarland ruft und wenn es dann noch um Fantastik geht in Kombination mit Krimi, dann müsse er doch einfach Ja sagen.

Heute Abend gibt es wieder lange Wege, raus ins alte Theater nach Lindenau – zum „Saarland-Abend“ im Rahmen von „Leipzig liest“. Laut Ulrich Commercon ist das der einzige Länderabend, den es bei dem größten Lesefest Europas gibt und ich kann aus eigener Erfahrung sagen: es kommen nicht nur SaarländerInnen, sondern auch andere Leseratten und Büchernarren.

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